Roostars!

Die “Roostars”

Seit dem Jahr 2000 feiern die Stars vom Eishockeyclub in Iserlohn, die offiziell Iserlohn Roosters heißen (rooster steht im englischen für=Hahn), beeindruckende Erfolge. Die “Roostars” sind zur Jahrtausendwende in die Eishockey-Bundesliga aufgestiegen und mischen seitdem recht erfolgreich mit, im Jahr 2008 erreichten sie sogar das Viertelfinale. Für den vergleichsweise kleineren Club in der Deutsches Eishockey-Liga mit überschaubarem Etat wird hier sehr gut gewirtschaftet. Denn obwohl man finanziell nicht auf Augenhöhe agieren kann mit Vereinen wie den Kölner Haien oder den Eisbären Berlin gelingt es den Roostars überragende Spieler wie z.B. Michael Wolf trotz konkurrierender Angebote in ihren Reihen zu halten. Dies zeigt, dass es insgesamt stimmt im Verein. Die tolle Zuschauer-Resonanz bei den blau-weißen, die bei den Heimspielen in der Eissporthalle in Iserlohn regelmäßig Gänsehaut-Atmosphäre herbeizaubern und die gute Vereinsführung machen andere Wettbewerbs- bzw. Standordnachteile wieder wett. Dies sieht man auch daran, dass der Verein mit einem der kleinsten Etats der Liga trotzdem regelmäßig schwarze Zahlen schreibt.

Die Roostars sind in Iserlohn in eine Lücke gestoßen, die der Fussball öffnet. Natürlich fahren Fussball-Fans in Iserlohn gerne mal Richtung Schalke oder Dortmund am Wochenende, aber in Iserlohn/Hagen gibt es schon seit langer Zeit keinen konkurrenzfähigen Fussball-Verein. Die Zuschauer in Iserlohn haben dafür Eishockey entdeckt, lehnen sich aber bei ihren Anfeuerungen gerne an Fussball-Eigenheiten an. So haben die Roostars sogar eine eigene Ultra-Gruppierung in ihren Fankreisen, was sonst eigentlich nur beim Fussball üblich ist. Bemerkbar macht sich dies auf jeden Fall, Heimspiele der Roostars sind ein Erlebnis! Dazu gehört auch das bekannte Sauerland-Lied und eine Cheerleader-Gruppe. Bekannt sind die Eishockey-Fans in Iserlohn auch für das Veranstalten von Sonderzügen zu Auswärtspartien, auch ansonsten eher unüblich im Eishockey und mehr eine Variante von Fussball-Fans. So fährt man gerne mal mit mehreren hundert Zuschauern bis nach Bayern, um die Roostars in Straubing zu unterstützen.

Eine starke Rivalität besteht in Richtung Essen, wo es in der Vergangenheit schon Zwischenfälle mit beispielsweise Waffen auf dem Spielfeld gegeben hat. Langjährige gemeinsame Ligazugehörigkeiten und die geographische Nähe erklären dies.

Ursprünglich entstanden sind die Iserlohn Roosters, wie so viele Eishockey-vereine, aus der Liebe von örtlich stationierten Soldaten zum Eishockey-Spiel. In Iserlohn und Umgebung waren nach dem Korea-Krieg besonders viele kanadische Soldaten stationiert, die sich schnell eine eigene Halle bauten, um Eishockey spielen zu können. Nach und nach ging die Begeisterung für das Spiel auch auf die deutsche Bevölkerung über und so wurde in Iserlohn der erste Eishockeyverein gegründet, der EC Deilinghofen im Jahre 1959. Nach mehreren Umbenennungen (ECD Iserlohn, ECD Sauerland, ECD Sauerland Iserlohn Penguins, Iserlohner EC) wurde aus dem verein schließlich die Iserlohn Roosters GmbH. Seitdem wir die kleine Erfolgsgeschichte im Sauerland weitergeschrieben, wobei die Roostars als sympathischer Club ohne Skandale regelmäßig für positive Überraschungen sorgt.

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